Bienenfutter

Bienenfutter

Die erste Futtergabe im Frühjahr wird als Reizfütterung bezeichnet, da sie die Bienen zur verstärkten Brutaufzucht und Pollensuche veranlasst. Für die Reizfütterung wird Futterteig verwendet. Hier ist darauf zu achten, dass dieser nicht austrocknet. Am Besten belässt man den Teig in der Folie und schneidet nur einen kleinen Teil aus. Der Teig wird dann mit der Öffnung nach unten in eine Futterzarge gelegt. Alternativ können auch geeignete Futtertaschen verwendet werden.

Besonders im Hoch- und Spätsommer muss genügend Nahrung zur Verfügung stehen, damit die Völker gestärkt und gesund in den Winter übergehen. Im Herbst sollte man sich auf die Winterfütterung vorbereiten - je nach Standort stehen jetzt nur noch wenige Spätblüher als natürliche Futterquelle zur Verfügung und die Temperaturen fallen häufig unter 15 Grad. Ein zu hoher Eintrag an mineralreichem Honig (Honigtau- und Heidehonig) sollte vermieden werden, da er die Darmblase der Bienen über den Winter stark belastet und zu Darmerkrankungen führt. Notfalls sollte dieser Honig vor der Überwinterung nochmals abgeerntet werden. Blütenhonig ist hingegen völlig unbedenklich. Etwa 2 Wochen nach dem letzten Trachtende sollte bei Wirtschaftsvölkern die erste Fütterung erfolgen, Ableger werden aufgrund der längeren Brutdauer etwas später gefüttert.

Um Räuberei zu vermeiden, sollte immer abends gefüttert werden. Für die Winterfütterung wird Futtersirup verwendet. Flüssiges Bienenfutter wird mit Hilfe von Futteraufsätzen oder Futterzargen, in einer Leerzarge (Wanne oder Eimer mit reichlich schwimmenden Gegenständen), in einem Futtereimer oder in Futtertaschen bereitgestellt.

Die benötigte Futtermenge ist von der Stärke des Volkes und den bereits vorhandenen Honigreserven abhängig. Die Planung sollte jedoch großzügig ausfallen – durch Futtermangel sterben weitaus mehr Völker als durch Bienenkrankheiten. Ein Wirtschaftsvolk benötigt 20 – 25 kg Futter, ein Ableger ca. 15 kg für die Überwinterung. Im Zweifel müssen die Vorräte bis April reichen, der Verlauf des nächsten Frühjahres kann schließlich nicht vorhergesagt werden. Überschüssiges Futter kann im nächsten Frühling entfernt werden.