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Nützlinge gegen Lebensmittelmotten veröffentlicht von biohelp Garten & Bienen GmbH am 7. Dezember 2020

Ein Befall mit Lebensmittelmotten ist nicht besonders erfreulich, im Gegenteil. Wo kommen die Tiere her? Hat man sie selber mit Lebensmitteln, Tierfutter oder sonstigem eingeschleppt? Oder hätte doch mehr geputzt werden sollen? Und vor allem: wie wird man die unliebsamen Gäste wieder los, ohne gleich in eine andere Wohnung umzuziehen und ohne Gift zu verwenden, denn immerhin tritt der Mottenbefall sehr oft in der Küche auf. Diese und andere Fragen werden hier beantwortet.

Der Schädling

Es gibt viele verschiedene Arten von Motten. Zu denjenigen, die einen Befall in der Küche oder an Lebensmitteln verursachen, zählt unter anderem die Dörrobstmotte. Ein Falter kann bei Zimmertemperatur 2 bis 3 Wochen überleben. In dieser Zeit können allerdings 200-300 Eier abgelegt werden und auf das Ei folgen 5-7 Larvenstadien. Bei widrigen Bedingungen – also niedriger Temperatur etc. – können die Tiere in sogenannte Diapausen (Ruhephasen) gehen. Im Schnitt dauert die gesamte Entwicklung einer Motte also 2-3 Monate, manchmal auch länger!

Die Dörrobstmotte (vor allem die Larve) ist gegenüber tiefen Temperaturen nicht besonders empfindlich, -10°C können ohne weiteres für einige Tage ertragen werden. Somit stellt ein Überwintern in ungeheizten Räumen für dieses Tier kein Problem dar. Stark befallene Lebensmittel (das können Getreideprodukte, Schokolade, Nüsse, Dörrobst oder auch Tierfuttermittel sein) sind von Gespinsten durchzogen und vom Kot der Tiere verunreinigt.

Der Nützling

Die Brackwespe Habrobracon hebetor (Habrohelp* Pfl.Reg.Nr.: 3792) parasitiert die Larven der Lebensmittelmotten. D.h. bei Mottenbefall in der Küche, vor allem dann, wenn die Quelle des Befalls nicht eindeutig lokalisierbar ist, kann dieser Nützling angewandt werden. Das kleine, geflügelte Tier ist rund 4 mm groß. Es spürt die Larven der Motten anhand seines Geruchssinns auf, sticht sie an und lähmt sie dadurch. Danach legt es seine Eier außen an den Schädlingen ab. An einer Mottenlarve können sich mehrere Brackwespenlarven entwickeln. Die Schädlingslarve wird ausgesaugt und stirbt ab. Beim Verpuppen spinnen sich die Tiere in einen Kokon ein. Bei 25°C dauert der gesamte Entwicklungszyklus rund 2 Wochen.

Angegriffen werden von der Brackwespe Mehl,- Dörrobst,-Speichermotten u.a. Arten. Sie wirkt auch gegen Mottenlarven, die sich gerade in einer Ruhephase befinden. Außerdem kann sie gut in den Wintermonaten verwendet werden, da sie auch bei etwas geringeren Temperaturen aktiv ist.

Die Anwendung von Habrohelp* ergänzt sich gut mit dem Einsatz von Trichogramma evanescens- Schlupfwespen. Durch einen kombinierten Einsatz werden sowohl das Ei- als auch das Larvenstadium der Motten bekämpft. Die Mottenpopulation kann so noch schneller und effektiver reduziert werden.

Brackwespe Habrobracon hebetor
Bilder Habrobracon hebetor: © Andermatt Biogarten; Motten: © Adobe Stock
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