Mottenbekämpfung

Mottenbekämpfung

Alle Mottenarten gehören taxonomisch zu den Schmetterlingen (Nachtfaltern). Umgangssprachlich wird zwischen Lebensmittel- und Kleidermotten unterschieden, diese Unterscheidung beruht aber nur auf dem Ort ihres Auftretens. Tatsächlich gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Arten, die unter dem Begriff „Lebensmittelmotten“ zusammengefasst werden. Die häufigsten sind die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella), die Mehlmotte (Ephestia kuehniella) und die Getreidemotte (Sitotroga cerealella). Zu den Kleidermotten gehören die Pelzmotte (Tinea pellionella) und die Kleidermotte (Tineola bisselliella). Ein grobes Unterscheidungsmerkmal wäre die Färbung: Lebensmittelmotten sind meist gemustert, Kleidermotten einfärbig (grau bzw. beige). Zudem sind Kleidermotten deutlich kleiner als Lebensmittelmotten. Bei der Bekämpfung von Motten gilt es die einzelnen Entwicklungsstadien zu unterscheiden. Obwohl ein Befall meist durch den Flug des Falters bemerkt wird, ist es das Raupenstadium, welches den eigentlichen Schaden anrichtet.

Lebensmittelmotten
Die wärmebedürftigen Lebensmittelmotten werden entweder durch Nahrungsmittel eingeschleppt oder die Falter fliegen über das Fenster zu. Die erwachsenen Motten sind 8 – 14 mm groß und meist grau-braun gemustert. Ein Mottenweibchen legt 200 – 300 Eier, aus denen (abhängig von der Temperatur) nach 3 – 14 Tagen die Raupen schlüpfen. Diese werden bis zu 12 mm groß, sind weißlich gefärbt mit brauner Kopfkapsel. Bei Zimmertemperatur und hochwertiger Nahrung brauchen die Raupen für ihre Entwicklung ca. 4 Wochen. In dieser Entwicklungsphase können sie sich auch durch Kartons und Kunststofffolien von Lebensmittelverpackungen fressen. Ansonsten ernähren sie sich von Getreide und Getreideprodukten, aber auch von Kakao, Schokolade, Nüssen, Dörrobst, Keksen, trockenem Tierfutter u.a.m.. Im befallenen Produkt finden sich Gespinste und Kotkrümel. Die Verpuppung zur erwachsenen Motte erfolgt in Ritzen, hinter Tapeten und Regalbrettern. Die Falter nehmen keine Nahrung zu sich und leben bei Zimmertemperatur 2 – 3 Wochen.

Kleidermotten
Das Erkennungsmerkmal der Kleidermotte sind die strohgelb glänzenden Vorderflügel (ohne Zeichnung) und die graugelben Hinterflügel. Die Pelzmotte ist einfärbig grau. Die Falter sind ca. 5 mm groß und sehr lichtscheu. Auch die Kleidermotten nehmen als erwachsene Tiere keine Nahrung auf. Die Weibchen legen pro Monat ca. 50 – 250 Eier, die Raupen werden 7 – 9 mm lang, sind weißlich mit einer gelbbraunen Kopfkapsel. Bei einer guten Nahrungsversorgung, konstanten Temperaturen von 28 – 30°C und einer hohen Luftfeuchtigkeit beträgt die Ei-Falter Entwicklung 45 – 70 Tage. Einen Befall erkennt man an den Kotkrümeln und Gespinströhren, die in oder auf den befallenen Geweben gesponnen werden. Bei Textilien zeigen sich kleine, unregelmäßig verteilte Fraßlöcher. Kleidermotten ernähren sich von haarähnlichen Materialen wie Wolle, Pelzen oder Federn und sind deswegen in Kleidern, Polstermöbeln und Teppichen zu finden. Synthetische Stoffe werden dagegen nicht angegriffen.