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Biologischer Pflanzenschutz

für ein gesünderes Leben!

Engerlinge im Rasen? Wiesenschnaken!

Wiese Adobe Stock

Wiesenschnaken biologisch bekämpfen

Wiesenschnaken im September mit Nematoden bekämpfen

Die Wurzel fressenden Walzen unter dem Rasen

Wiesenschnaken sind weit verbreitet, sie gehören innerhalb der Insekten zu den Zweiflüglern, genauer gesagt zu den Mücken. Die erwachsenen Tiere stellen kein Problem dar, sie stechen nicht und sind auch keine Pflanzenschädlinge. Die Larven allerdings können dem Gras gefährlich werden, da sie nämlich an den Wurzeln fressen.

Die Schnaken Tipulidae sind eine Familie, die über 4000 Arten umfasst, davon kommen rund 140 in Mitteleuropa vor. Innerhalb der Mücken sind sie die größten Vertreter, sie werden ca.  4 cm groß, mit einer Flügelspannweite von 5 cm. Der Körper ist sehr schmal und lang. Schnaken können mit ihren weichen Mundwerkzeugen nicht stechen, damit können sie nur Flüssigkeiten aufnehmen. Ihre Nahrung besteht aus freiliegenden Pflanzensäften.

Die schädlich auftretende Art nennt sich Wiesenschnake oder auch Sumpfschnake, Tipula paludosa. Ihre Larven fressen an den Wurzeln von beispielsweise Gras und verursachen dadurch im Rasen unschöne braune Flecken.

Entwicklungszyklus

Der Entwicklungszyklus dieses Insektes geht über eine Generation pro Jahr. Im Spätsommer oder Herbst (August bis September) sieht man viele erwachsene Tiere. Die Weibchen legen nach der Kopulation die Eier ab (300-500 Eier pro Weibchen) und sterben. Weibliche Schnaken haben sehr unterentwickelte Flügel und sind daher nur bis zu 5 m flugfähig, deshalb entfernen sie sich nicht besonders weit von den Eiern bzw. Larven. Aus den Eiern schlüpfen, je nach Temperaturverlauf, 10-15 Tage später die Larven. Erst das dritte Larvenstadium überwintert und das vierte Larvenstadium entwickelt sich im Juni des darauffolgenden Jahres. 

Gegenmaßnahmen und Bekämpfung

Die Behandlung der Larven von Tipula paludosa erfolgt aufgrund des Entwicklungszyklus im September. Zu diesem Zeitpunkt sind die Larven noch jung und dünnhäutig genug, um sie mit Steinernema carpocapsae-Nematoden bekämpfen zu können. Die mikroskopisch kleinen Fadenwürmer werden einfach in den Rasen gegossen, sie dringen in die Larven ein und bringen sie in weiterer Folge zum Absterben.

Die Schnakenlarven befinden sich in der obersten Bodenschicht (5cm). Daher ist es auch sinnvoll, mit einer Stachelwalze über den Rasen zu gehen, so kann man den Befall ebenfalls reduzieren. Darüber hinaus tut es dem Boden gut, ein bisschen durchlüftet zu werden. Auch eine Düngung mit Stickstoff kann den Befall etwas eindämmen, zumindest so weit, dass keine Schäden entstehen. 

Die Larven, die im Frühling zu finden sind, verursachen zwar ebenfalls Schäden im Rasen, aber diese Larven sind nicht mehr mit Nematoden bekämpfbar. Daher wäre eine Frühlingsbehandlung wirkungslos.

Larve der Wiesenschnake
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