Nützlinge gegen Dickmaulrüssler

Nützlinge gegen Dickmaulrüssler

Der Gefurchte Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus) ist bei GartenbesitzerInnen wohl bekannt. Das Fraßbild, welches er an den Pflanzen hinterlässt, ist typisch für den nachtaktiven Käfer und nahezu unverwechselbar: vom Rand her eingefressene Buchten ergeben oftmals ein verheerendes Bild. Der Blattfraß der adulten Käfer ist mehr ein optisches Problem und schadet der Pflanze nicht. Weit mehr Bedeutung als diese optische Beeinträchtigung hat der Fraß der Larven an den Pflanzenwurzeln. Die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen wird erheblich eingeschränkt und die Pflanzen laufen Gefahr abzusterben.

Der Dickmaulrüssler ist aus verschiedenen Gründen ein hartnäckiger Schädling: ein Käfer kann zwischen einem und zwei Jahre alt werden, in Glashäusern, Wintergärten usw. kann er problemlos überwintern. Ein zusätzliches Problem ist sein breites Nahrungsspektrum, er ernährt sich von rund 150 verschiedene Pflanzenarten, darunter Erdbeeren, Rosen, Efeu, Eiben, Geranien, Erika und Ahorn sowie Kirschlorbeer und Rhododendren.

Um den Befall durch den Dickmaulrüssler erfolgreich zu dezimieren ist eine Behandlung der Larven unumgänglich. Der Schädling mag hartnäckig sein, die Bekämpfungsmethode ist dafür sehr einfach und effektiv anwendbar: Die Larven behandelt man mit Hilfe von Nematoden (Heterorhabditis bacteriophora sp.). Nematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die in die Larve des Käfers eindringen und sie in weiterer Folge zum Absterben bringen. Die Fadenwürmer vermehren sich in der Larve so lange, bis diese aufbricht und die Nematoden die nächste Larve infizieren. Die Nematoden gegen Dickmaulrüssler werden im April oder Mai und im September angewandt. Der Zeitraum der Anwendung hängt mit dem Entwicklungszyklus des Käfers und der Temperatur im Boden zusammen. Die Nützlinge benötigen eine Bodentemperatur von mind. 12°C, um erfolgreich arbeiten zu können.