Nützlinge gegen Wiesenschnaken

Nützlinge gegen Wiesenschnaken

Wiesenschnaken sind weit verbreitet, sie gehören innerhalb der Insekten zu den Zweiflüglern, genauer gesagt zu den Mücken. Die erwachsenen Tiere stellen kein Problem dar, sie stechen nicht und sind auch keine Pflanzenschädlinge. Die Larven allerdings können dem Rasen gefährlich werden, da sie an den Wurzeln fressen.

Die Schnaken Tipulidae sind eine Familie, die über 4000 Arten umfasst, davon kommen rund 140 in Mitteleuropa vor. Innerhalb der Mücken sind sie die größten Vertreter, sie werden ca. 4 cm groß, mit einer Flügelspannweite von 5 cm. Der Körper ist sehr schmal und lang. Schnaken können mit ihren weichen Mundwerkzeugen nicht stechen, damit können sie nur Flüssigkeiten aufnehmen. Ihre Nahrung besteht aus freiliegenden Pflanzensäften. Die erwachsenen Wiesenschnaken schwärmen von August bis Oktober. Danach findet die Eiablage im Boden statt – pro Weibchen werden 300 – 500 Eier abgelegt. Nach etwa 2 Wochen schlüpfen die Larven die durch ihr charakteristisches Aussehen sofort identifizierbar sind. Die Larven sind beinlos, länglich und graubraun gefärbt. Am Hinterende befinden sich Ausstülpungen die wie ein Gesicht aussehen – „Teufelsfratze“ genannt. Das dritte Larvenstadium überwintert, im Frühjar findet nochmals eine Häutung zum vierten und letzten Larvenstadium statt. Ab Juni verpuppen sie sich und ab August erscheinen dann wieder die erwachsenen Wiesenschnaken.

Die Wiesenschnake oder auch Sumpfschnake, Tipula paludosa ist in unseren Breiten die einzige, als Schädling zu bezeichnende, Art. Ihre Larven fressen an den Wurzeln verschiedener Gräser und verursachen dadurch unschöne braune Flecken im Rasen.