Buchsbaumzünsler

Beschreibung: Der Buchsbaumzünsler ist ein sehr gefräßiges Insekt und durch seine Tarnung nur schwer zu erkennen. Er überwintert als Larve, indem er im Herbst einen Kokon zwischen zwei Buchsbaumblättern spinnt und die Entwicklung im folgenden Frühjahr beendet. Der Falter ist ab Juni aktiv und legt seine Eier als Eigelege auf der Blattunterseite ab. Während der Reifung der Eier verändert sich ihre Farbe von schwach gelblich auf schwarz. Die frisch geschlüpfte Larve ist am Anfang schwach gelblich-grün mit einer schwarzen Kopfkapsel. Sie lebt in lockeren Gespinsten und muss 6 Larvenstadien bis zur Puppenruhe durchlaufen und eine Größe von bis zu 5 cm erreichen. Im Verlauf der Larvenentwicklung kann man an den Körperseiten eine Zeichnung mit dicken schwarzen und dünnen weißen Längstreifen mit schwarzen Erhebungen erkennen. Die Verpuppung findet ebenfalls auf der Wirtspflanze statt. Die Puppen sind zwischen 1,5-2 cm lang, anfangs gelblich-grün mit dunklen dorsalen Streifen. Ältere Puppen werden bräunlich. Sie sind oft in weißen Gespinsten zwischen Zweigen und Blättern zu finden. Nach einer kurzen Puppenruhe entsteht wiederum ein fertiger Falter. Der Falter hat eine Flügelspannweite von ca. 2,5-3 cm, die Flügel sind weiß mit einer dunklen, mehr oder weniger breiten Umrandung.

Der Buchsbaumzünsler kann bis zu 3 Generationen im Jahr durchlaufen. Bei einer Temperatur von 20°C dauert die Entwicklung vom Ei bis zum adulten Insekt ungefähr 40 Tage.

 

Schaden: Die Fraßaktivität startet im Inneren des Bestandes, wobei die Raupen zuerst mit einen Schabefraß an der Blattunterseite beginnen bis schließlich das komplette Blatt bis hin zu den grünen Teilen der Rinde gefressen wird. Das Ergebnis sind massive Fraßschäden bis hin zu einem kompletten Kahlfraß und in weiterer Folge ein Absterben des Buchsbaums. Als Wirtspflanzen gelten unterschiedliche Buchsbaumvarietäten bzw. Arten wie Buxus microphylla, B. microphylla var. Insularis, B. sempervirens, B. sincia, B. colchica (EPPO 2010). Weitere Wirtspflanzen sind die Stechpalme, Ilex purpurea sowie die Spindelsträucher, Euonymus japonicus, Euonymus alata und der Orangenraute, Murraya paniculata.  Ein Befall ist auch an den lockeren Gespinsten und den darin hängenden dunklen Kottröpfchen erkennbar. Daher ist es wichtig, schon im Frühjahr regelmäßig seinen Bestand vor allem auch im Inneren auf einen Befall zu kontrollieren. 

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