Pockenmilbe
Beschreibung: Pockenmilben gelten als Schädlinge der europäischen Rebe und sind aufgrund ihrer geringen Größe von nur 0,15 mm nicht mit freiem Auge sichtbar. Die erwachsene Pockenmilbe überwintert in den Knospen der Weinrebe und nimmt zu Vegetationsbeginn die Saugtätigkeit an jungen Trieben und Blättern auf. Die Nachkommen wachsen geschützt in einem dichten, weißen Haarfilz auf der Blattunterseite heran. Mehrere Generationen pro Jahr sind möglich (4-7, abhängig von der Luftfeuchtigkeit). Männchen können bei der Vermehrung gänzlich fehlen bzw. sehr selten auftreten wodurch die Fortpflanzung hauptsächlich parthenogenetisch erfolgt. Im Herbst suchen die Weibchen wieder ihr Winterquartier auf.
 
Schaden: Ein Befall ist eindeutig anhand der rötlichen bis grünlichen, pockenartigen Erhebungen auf der Blattoberseite erkennbar. Auf der Blattunterseite zeigt sich ein dichter, weißlicher oder rötlicher Haarfilz. Der Haarfilz älterer Pocken verfärbt sich bräunlich. Auch ein Befall der Gescheine ist möglich. Verursacht selten wirtschaftlich relevante Schäden.
 
Bild: Pockenmilbe Eriophyes sp., Charles Turner, USDA Argicultural Research Service Bugwood.org

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