Wie überwintere ich meine Kübelpflanzen?

27.11.2017 - Nützlingsinformation

Kübelpflanzen, die den ganzen Sommer über gehegt und gepflegt wurden, wollen natürlich auch gut über den Winter gebracht werden. Dies stellt für den Hobbygärtner manchmal eine Herausforderung dar, da Unsicherheiten herrschen bezüglich optimaler Überwinterungsbedingungen. Hier folgen einige Tipps und Tricks, was beachtet werden sollte. 

Zunächst unterscheiden wir zwischen den immergrünen und nicht-immergrünen Pflanzen.

Immergrüne Pflanzen:

Niedrige Temperaturen sind notwendig, um die Pflanzen dazu zu bringen, ihren Stoffwechsel weitestgehend runterkurbeln. Zwischen 5 – 10°C sind ideal für die meisten Arten. Wenn die Temperaturen zu hoch sind, kommen die Pflanzen in eine Konfliktsituation: einerseits wird ihr Stoffwechsel auf Touren gebracht, andererseits aber wird dieser durch den Lichtmangel gebremst. Was passiert? Es wachsen lange, dünne Triebe mit kleinen Blättern, dies wird auch „Vergeilung“ genannt.

Nicht nur Wintergärten eignen sich zum Überwintern, auch Garagen oder Kellerräume können genutzt werden, sofern sie unbeheizt und hell sind. Die Temperatur sollte allerdings nicht unter 0°C geraten.

Als Faustregel gilt: je kühler der Raum ist, umso dunkler kann es darin sein. Bei etwas über 0°C kommen viele Pflanzen auch ganz ohne Licht aus.

Nicht-Immergrüne Pflanzen:

Laub abwerfende Pflanzen wie Fuchsien können auch komplett dunkel überwintert werden, wenn die Temperatur niedrig ist. Am besten bereits vor dem Übersiedeln zurückschneiden, damit die Blätter dann nicht im Winterquartier fallen.

Rückschnitt

Wenn die Pflanzen für das Einräumen schon zu groß geworden sind, müssen sie zurückgeschnitten werden. Allerdings wäre es besser, die grünen Freunde erst im zeitigen Frühjahr zu schneiden. Im Februar befinden sie sich zwar noch in der Ruhephase, aber durch die länger werdenden Tage werden sie langsam, aber sicher aufgeweckt. In dieser Phase heilen Wunden besonders schnell. Alte Triebe zu entfernen schafft Platz für neue.