Motten - effektiv und giftfrei bekämpfen!

09.05.2017 - Nützlingsinformation

Sie sind bekannt und leider weit verbreitet: Motten. Bei vielen haben sie sich zuhause schon einmal eingeschlichen, ob in der Küche, im Wohn- oder Schlafzimmer. Diese Tierchen können ein richtig lästiges Problem darstellen, die Bekämpfung gestaltet sich aufgrund ihres Entwicklungszyklus gar nicht so einfach. Ein Mottenbefall muss nicht zwingend aufgrund mangelnder Hygiene auftreten, sie können auch in sehr gepflegten Haushalten einfallen.

 

Grundsätzlich wird zwischen Lebensmittel- und Kleidermotten unterschieden. Beide zählen zu den Nachtfaltern. Die Kleidermotte ist etwas heller gefärbt, gelblich-beige, die Lebensmittel- oder Mehlmotte, ist im Erscheinungsbild eher dunkel und gräulich. Auch der Ort des Auftretens, Küche oder Schlafzimmer, kann Aufschluss darüber geben, um welche Mottenart es sich handelt. Die gute Nachricht ist: mit Trichogramma evanescens Schlupfwespen kann man beide Arten sehr effektiv bekämpfen.
Trichogramma-Schlupfwespen sind mit rund 0,3 mm sehr klein. Aufgrund ihrer geringen Größe passen sie wie die Motten, in kleinste Löcher und Ritzen. Sie parasitieren die Eier der Lebensmittel- und Kleidermotten, das heißt, sie stechen das Ei an und legen ihr eigenes Ei darin ab. Die Schlupfwespe entwickelt sich also innerhalb des Motteneis und statt eines neuen Schädlings schlüpft ein neuer Nützling.


Aufgrund der Tatsache, dass die Nützlinge nur die Eier parasitieren, ist eine einmalige Anwendung nicht zielführend. Vielmehr empfielt sich eine Kur, sprich die mehrmalige Ausbringung der Nützlinge. Empfohlen werden mindestens 4 Einsätze im Abstand von 2 Wochen. Ausgebracht werden die Schlupfwespen auf kleinen Kärtchen, die rund 2000 Eier enthalten. Diese Karten werden am Bestimmungsort (also dort, wo die Motten ihre Eier ablegen) ausgelegt bzw. aufgehängt. Im Fall von Kleidermotten sind das: Kleiderschränke, Garderoben und Teppiche. Bei Lebensmittelmotten sollten dort Kärtchen ausgebracht werden, wo trockene Lebensmittel oder trockene Dekorationen und auch Tierfutter lagern. Den Rest erledigen die kleinen Helferchen von allein.
Vier Karten reichen für einen durchschnittlich großen Raum von 15 – 20m² aus, abhängig von der Befallsstärke und davon, wie „voll“ oder „leer“ der Raum ist. Die Tierchen haben zwar Flügel, sie fliegen aber nicht wirklich, sondern bewegen sich eher hüpfend fort.


Bei einem sehr starken Befall von Lebensmittelmotten in der Küche, kann außerdem Habrobracon hebetor zusätzlich angewendet werden. Es handelt sich um Brackwespen, die die Larven der Lebensmittelmotten parasitieren. In diesem Fall sollte eine einmalige Behandlung in Kombination mit der Schlupfwespenkur ausreichend sein.
Ganz wichtig im Kampf gegen die Plagegeister ist, dass alle befallenen Lebensmittel aussortiert und weggeworfen werden! Klebefallen gegen Motten sind ein gutes Mittel, um den Befall bzw. die Befallsstärke zu überwachen, allerdings stellen diese Fallen keine aktive Bekämpfung dar.


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