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Biologischer Pflanzenschutz

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Motten und ihre natürlichen Gegenspieler veröffentlicht von biohelp Garten & Bienen GmbH am 12. Mai 2022

Sie sind bekannt und weit verbreitet: Motten. Bei vielen haben sie sich schon einmal eingeschlichen, ob in der Küche, im Wohnoder Schlafzimmer – diese Tierchen sind lästig und die Bekämpfung gestaltet sich oft schwierig. Umgangssprachlich wird meist zwischen Lebensmittel- und Kleidermotten unterschieden, tatsächlich gibt es aber eine Vielzahl an verschiedenen Arten. Die häufigsten Lebensmittelmotten sind die Dörrobstmotte, die Mehlmotte und die Getreidemotte. Zu den Kleidermotten gehören die Pelzmotte und die Echte Kleidermotte. Ein grobes Unterscheidungsmerkmal ist die Färbung: Lebensmittelmotten sind meist gemustert, Kleidermotten einfärbig (grau bzw. beige). Zudem sind Kleidermotten deutlich kleiner als Lebensmittelmotten.

Grundsätzliche Vorbereitungsmaßnahmen für die Bekämpfung beider Arten: 

  • Befallene Lebensmittel entsorgen 
  • Schränke säubern: Wischen und Saugen Sie die Schränke aus. Auch die Griffbeschläge und Schraubenköpfe gehören, etwa mit Essigwasser oder einem Reinigungsmittel auf Lavendelbasis, gründlich gereinigt. Die Ritzen der Schränke oder schlecht zugängliche Stellen können Hitze ausgesetzt werden, beispielsweise mit einem Föhn, denn Eier und kleine Larven sterben bei großer Hitze ab. Ebenso stirbt der Mottennachwuchs ab, wenn man in mindestens 48 Stunden Minustemperaturen (<-8 °C) aussetzt.
  • Bei einem Kleidermottenbefall Textilien im 60°-Programm waschen. Textilien, die nicht heiß gewaschen werden dürfen, z.B. für einige Stunden in die Sauna hängen, in die Sonne oder für einige Tage ins Gefrierfach legen.

Infos zur Behandlungs-Kur

Benötigte Menge: 

Ein Kärtchen ist ausreichend für etwa einen Regalmeter bzw. ein abgeschlossenes Schrankfach. Bei offenen Räumen genügt ein Kärtchen für 5 m². Bei starkem Befall empfehlen wir die Menge zu verdoppeln. 

Beim Ausbringen der Schlupfwespen ist zu beachten:

  • Kärtchen sofort nach Erhalt am Befallsort auslegen bzw. aufhängen: bei Lebensmittelmotten dort, wo Lebensmittel oder Tierfutter gelagert werden, bei Kleidermotten in allen Räumen mit Tierfellprodukten (Teppiche, Pelz, Wollkleidung, Polstermöbel). 
  • Bei späterer Ausbringung: Schlupfwespen max. 1 Tag bei ca. 8° C lagern. 
  • Kärtchen nicht öffnen oder drücken! 
  • Zu besseren Übersicht Kärtchen mit Datum der Ausbringung versehen.
  • Auf dem Transportweg schlüpfen oft schon einige Nützlinge, das hat jedoch keinen Einfluss auf deren Wirkung. Einfach die Verpackung einen Tag lang am Ausbringungsort liegen lassen– dadurch wandern die bereits geschlüpften Schlupfwespen zum gewünschten Platz ab. 
  • Ein gleichzeitiger Einsatz chemischer Insektizide ist nicht möglich! 
  • Zur abschließenden Erfolgskontrolle wird der Einsatz von Pheromonfallen empfohlen.

Warum ist nur eine mehrmalige Behandlung sinnvoll?

Auf jeder Karte befinden sich ca. 2000 Schlupfwespeneier in verschiedenen Altersstufen, aus denen die Schlupfwespen über einen Zeitraum von 2 Wochen in mehreren Wellen ausschlüpfen. Da die Schlupfwespen nur die Eier der Motten parasitieren, d.h. nur ein Entwicklungsstadium des Schädlings bekämpfen, ist eine einmalige Anwendung nicht zielführend. Empfohlen wird eine Kur, bestehend aus 4 Ausbringungen (bzw. 6 bei Kleidermottenbefall) im Abstand von je 2 Wochen.

Für Menschen und Tiere unbedenklich

Trichogramma sind für Menschen und Tiere völlig unbedenklich. Einmal zur Bekämpfung der Motten ausgebracht, wächst die Population der Schlupfwespen, solange sie Motteneier finden. Haben die Trichogramma erst einmal alle Motteneier parasitiert, fehlt ihnen die Lebensgrundlage und sie verschwinden wieder.

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